Kunsthof Niederarnsdorf

Kompetenz- und Wirkungsbereich: 

Textile Handwerkskunst als kulturelles Statement. 

Kunst im sozialen Kontext. 

 

Seit wann besteht das Vorhaben? 

Der Kunsthof Niederarnsdorf ist ein physischer und konzeptioneller Raum, der auf einem Vierseithof mit Bauerngärten im Altenburger Land seit 2022 entwickelt wird. 2023 wurde der gemeinnützige Verein Kunsthof NIA gegründet. 

 

Wer steht hinter dem Projekt und welche Ressourcen stecken drin? 

Der Kunsthof wurde auf Initiative der Künstlerin und Kuratorin Louise Walleneit entwickelt und ist ein LeerGut Projekt der IBA Thüringen. Er erhält eine neue Zukunftsperspektive durch revitalisierende Kulturarbeit. 

 

Welche Intention verfolgt das Vorhaben? Was ist die kulturelle Ausrichtung? 

Als künstlerischer Forschungsort und Ort der Gemeinschaft lädt der Hof die ländliche Bevölkerung und Künstler*innen dazu ein, zu partizipieren, bietet ein Forum für Wissensproduktion- und Transfer. Im Rahmen von jährlichen Residenzstipendien für bis zu 6 Künstler:innen entstehen künstlerische Forschungsgemeinschaften auf Zeit, die sich im Rahmen von Recherchen, Experimenten und Veranstaltungen an die Öffentlichkeit und regionale Bevölkerung wenden. Unser Programm umfasst zudem Formate wie Workshops, Erzählsalons, Ausstellungen und eine Podcast-Produktion. Seit 2022 etabliert sich der Kunsthof als offener Raum, versteht sich als Teil eines energetischen Kreislaufs mit den Besuchenden, ihren Diskursen, Themen, Geschichten, oder lokalen Materialien. So wird im Rahmen des Projektes Gemeinschaft generiert und Wissen in Zirkulation gebracht. Unsere partizipativ aufgefasste Kulturarbeit und die materiellen Ressourcen des Ortes, die wiederum auch für den kulturhistorischen Bau von substanzieller Bedeutung sind, greifen durch die herrschenden Bedingungen vor Ort ineinander (Lehm, Ton, Naturstein, Pflanzen). Jährlich finden bis zu 8 Veranstaltungen statt. Die Zahl der vorrangig regionalen Besucher:innen, liegt je nach Format der Veranstaltung zwischen 15 und 1000 Personen. 

Die Etablierung der Veranstaltungsformate setzt genau hier an: Neue Sicht- und Denkweisen provozieren Auseinandersetzung und machen erlebbar, dass neue Wege und Beziehungen, gemeinsam mit vorhandenem, neues Potenzial freisetzen. 

 

Welche Vision verfolgt das Vorhaben? 

Eine kulturelle Nahversorgung durch ein anspruchsvolles Rahmenprogramm anbieten und auf diese Weise eine Impulswirkung für eine nachhaltige Entwicklung von Kunst und Kulturbetrieb entfalten und damit einen Beitrag für die überregionale Strahlkraft der Thüringer Kulturlandschaft leisten.