Seit Dezember 2025 ist im Altenburger Hofsalon viel entstanden. Als Kulturknotenpunkt im Kompetenzbereich „Verbinden“ des Projekts „Stadt.Land.Kult(o)ur – demokraTISCH unterwegs“ konnten zahlreiche Menschen zusammengebracht, neue Ideen entwickelt und ehrenamtliches Engagement gestärkt werden.
Den Auftakt bildete das Beteiligungsformat „Hofsalon-Impulse“. Gemeinsam mit engagierten Menschen wurde über die Werte des Hofsalons und zukünftige Veranstaltungsformate nachgedacht. Besonders erfreulich: Aus den gemeinsamen Ideen entstanden konkrete Angebote, die heute von Ehrenamtlichen getragen werden, darunter Hoffitness, ein Literatur- und Gesprächsformat sowie ein Pilgerangebot. Aus Beteiligung wurde Verantwortung.
Mit dem HofsalonLAB rückten junge Menschen in den Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler des Lerchenberg-Gymnasiums entwickelten architektonische Ideen für die Zukunft des Hofsalons und präsentierten diese öffentlich. Das Format zeigte eindrucksvoll, wie kulturelle Bildung, demokratische Mitwirkung und regionale Zusammenarbeit miteinander verbunden werden können.
Im Mai begann die Feierabendsaison. Rund 80 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, den Hofsalon als Ort der Begegnung zu erleben. Gleichzeitig wurde ein neuer Stammtisch ins Leben gerufen. Ein Platz für Gespräche über das, was Menschen bewegt. Auch der Oberbürgermeister beteiligte sich am Austausch mit den Gästen.
Besonders erfreulich entwickelte sich das Format Hoffitness. Innerhalb weniger Wochen wuchs die Teilnehmerzahl deutlich. Das ehrenamtlich organisierte Angebot verbindet Bewegung mit Begegnung und zeigt, wie aus einer gemeinsamen Idee ein dauerhaftes Gemeinschaftsprojekt entstehen kann. Erste Teilnehmende möchten das Angebot künftig selbst organisatorisch und finanziell mittragen.
Auch „Buch & Wein“ machte sichtbar, welche Kraft im Ehrenamt steckt. Gemeinsam mit einem offenen Lesekreis der Kirchgemeinde entstand erstmals ein öffentliches Literaturformat, das Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenbrachte. Aufgrund der positiven Resonanz sollen weitere Literaturveranstaltungen folgen.
Ein besonderer Höhepunkt war der zweite Feierabend im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche Alkohol. Gemeinsam mit dem Trialog-Team, Fachstellen, Selbsthilfegruppen und weiteren Partnern entstand ein Trialog zum Thema Sucht. Rund 120 Menschen kamen miteinander ins Gespräch. Das bewusst alkoholfreie Konzept und die Mitwirkung junger Ehrenamtlicher machten den Abend zu einem eindrucksvollen Beispiel dafür, wie Kultur gesellschaftliche Themen aufgreifen und Menschen miteinander verbinden kann.
Eine Besucherin brachte die Wirkung des Hofsalons besonders treffend auf den Punkt. Sie beschrieb ihn als einen Ort, an dem Menschen miteinander sprechen, zuhören und spüren können, dass sie mit ihren Gedanken und Sorgen nicht allein sind. Solche Rückmeldungen zeigen, wie wichtig Orte der Begegnung gerade in einer Zeit zunehmender Digitalisierung und gesellschaftlicher Vereinzelung sind.
Der Rückblick auf die vergangenen Monate macht deutlich: Der Altenburger Hofsalon hat sich als lebendiger Ort des Austauschs, der Beteiligung und des Miteinanders weiterentwickelt. Neue Kooperationen sind entstanden, Ehrenamtliche haben Verantwortung übernommen und aus einzelnen Ideen wachsen langfristige Strukturen. Damit leistet der Hofsalon einen wichtigen Beitrag zu den Zielen des Projekts „Stadt.Land.Kult(o)ur – demokraTISCH unterwegs“: kulturelle Teilhabe zu stärken, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und Menschen zur aktiven Mitgestaltung ihrer Region zu ermutigen.












