Ehrenamt im ländlichen Raum ist Thema im Bundestag
Am 15. April sind wir als Sachverständige in den Deutschen Bundestag eingeladen. Der Ausschuss für Sport und Ehrenamt befasst sich mit der Vorhabenplanung der Bundesregierung im Bereich Ehrenamt. Im Zentrum steht dabei eine Frage, die uns in unserer Arbeit seit vielen Jahren begleitet: Wie kann Engagement im ländlichen Raum gestärkt werden?
Für uns ist das keine abstrakte Debatte. Wir bringen unsere Perspektive aus der Praxis ein – aus Projekten, aus konkreten Orten, aus vielen Begegnungen mit Menschen, die sich engagieren oder es gern würden.
Unsere Erfahrung ist dabei eindeutig: Es fehlt nicht an Engagementbereitschaft. Die Menschen sind da. Die Ideen sind da. Was oft fehlt, sind die Bedingungen, unter denen Engagement dauerhaft wirken kann.
Gerade im ländlichen Raum zeigt sich, wie viel vom Ehrenamt getragen wird. Gleichzeitig erleben wir, dass sich Verantwortung auf immer weniger Schultern verteilt, dass bürokratische Anforderungen wachsen und dass viele Menschen nicht mehr daran glauben, mit ihrem Engagement wirklich etwas verändern zu können. Engagement entsteht nicht im luftleeren Raum. Es ist Teil einer Landschaft und abhängig von ihren Bedingungen.
Im Vorfeld der Anhörung haben alle Sachverständigen ihre Stellungnahmen eingereicht – auch wir. Darin beschreiben wir, was wir vor Ort beobachten, welche Herausforderungen bestehen und welche Ansätze aus unserer Sicht funktionieren. Es geht uns nicht darum, immer neue Programme oder mehr Geld zu fordern, sondern darum, das, was wirkt, zu ermöglichen, zu verstetigen und zugänglich zu machen.
Die Anhörung findet am 15. April, 14:30 Uhr, statt und kann öffentlich verfolgt werden. Auch die Stellungnahmen der Sachverständigen sind auf der Webseite des Deutschen Bundestages veröffentlicht, darunter auch unsere.
Die Einladung verstehen wir als Anerkennung unserer Arbeit – vor allem aber als Gelegenheit, die Perspektive aus der Praxis einzubringen. Denn die Zukunft des Ehrenamts entscheidet sich nicht auf dem Papier. Sie entscheidet sich vor Ort. Dort, wo Menschen erleben, ob ihr Handeln etwas bewirkt.
Susann & Anja
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